Vormarsch der Keilform auf dem Automobilmarkt

Fiat überraschte 1966 mit einer unerwarteten schmucklosen Form des Fiat 124 und ähnelte einem Kastenbrot. Der Hersteller kultivierte diese Form weiter in anderen Modellen, bei dem die abgeflachte Motorhaube noch die Keilform abklingen ließ. Nichts eignet sich besser als die Keilform beim Durchdringen der Windwand. Kein Auto war Keiler als der Lancia Stratos. Und kein Auto war seinerzeit so sehr auf dem Vormarsch, wie dieses Wurde ein Auto früher sinnbildlich mit einer kräftigen Motorhaube gezogen wie einst die Pferde den Karren, so spaltete jetzt der Keil die Luft und schob die Autos zu neuen Rekorden. In seiner Reinkultur ist der Keil nur beim Lancia Stratos 1974 zu sehen. Aber auch viele andere Studien haben seinerzeit eine extreme Keilform bekommen. Herausragender Designer dieser Epoche war Giorgetto Guigiaro, der als zweites Designgenie nach Pininfarina galt. Guigiaro ist auch der Schöpfer des Golf I Kleides von 1974, er hatte dem Käfer Nachfolger jedoch nur eine leicht angekeilte Front gegönnt.

Vormarsch der Familien- Freizeit- Fahrzeuge

Nun waren bald darauf die Großraumwagen auf dem Vormarsch. Ein Pionier der ersten Stunde war der Renault Espace. Seine flache Frontscheibe, die stark geneigten Seitenfenster sowie die Keilform sorgten für sensationelle cw- Werte. Als der Hersteller 1984 mit dem Espace auf den Markt kam gelang ihm damit ein Riesenerfolg und brachte diese Klasse mit Vollgas ins Rollen. Drei Jahre später folgte Chrysler mit seinem Voyager, seitdem haben die meisten Automarken ein Familienfahrzeug im Angebot. Heutzutage werden fast alle Autos im Windkanal geformt und designt, sie werden aber immer ein Kompromiss bleiben und nie oder nur selten auf dem Vormarsch sein. Anders ist dies in anderen Branchen wie dem Internet. Betrachtet man hier Onlinespiele, so sieht man, dass Games wie Skyrama sehr wohl auf dem Vormarsch sind.

Vormarsch des Designs von gestern in Zukunft

Der New Beetle erinnert nicht nur mit dem Namen an den Käfer, denn auch optisch ist er der stramme Enkel, der in den letzten Jahren auf dem Vormarsch war. Zurück zu den Grundlagen? Ein Dreirad mit einem Einzylindermotor möchte heute natürlich niemand mehr fahren. Aber warum nicht optisch an die Erfolge der 50er, 60er und 70er Jahre anknüpfen? Den Käfer in Ei Form? Warum nicht. Es gibt zwar viele Kritiker die meinen: Retro wäre eine Bankrotterklärung der Formgestalter und Designer denen nichts Neues mehr einfällt. Aber der New Beetle, der Mini, Pt- Cruiser oder Fiat 500 sind dennoch Lichtblicke der emotionalen Art im Zeitalter einer einheitlich gewordenen Welt. So soll der Mercedes S- Klasse mit seinen Pausbacken an den Radausschnitten an alte Zeiten erinnern. Der Mini beweist das Retro im Design heute angekommen ist, denn er läuft. Die Vergangenheit und die Zukunft zu vereinen sollte die Aufgabe der Designer heute sein, denn die „neue Klassik“ hat bewiesen dass auch altes und dagewesenes durchaus seinen Charme hat. Das heißt dass klassische Elemente im Automobildesign wie zum Beispiel ausgestellte Kotflügel neu interpretiert und unter Umständen auch nur anders proportioniert werden und den Vormarsch antreten. Das Design wirkt dann traditionell, aber gleichzeitig dank aktueller Details immer noch hoch aktuell. Einige typische Vertreter dieser Art sind zum Beispiel: Bentley, Mercedes, Rolls- Royce und Continental. Genauso besticht der neoklassische Porsche 911. Viel Wichtiger als ein Auto sind private Krankenversicherungen. Man kann sich in seinem Leben mehrmals ein Auto kaufen nur die Gesundheit nicht.